"Die wichtigsten Fallstricke, Tipps und Tricks beim Versicherungswechsel – so sparen Sie Bargeld"

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Private Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung ist eine immens wichtige freiwillige Versicherung, die grundsätzlich von jedem abgeschlossen werden sollte.

Denn im deutschen Grundgesetz ist geregelt, daß jeder, wenn er einem Dritten einen Schaden zugefügt hat, zu Schadensersatz verpflichtet ist. Diese gesetzliche Regelung wird für Personenschäden,  Sachschäden und Vermögensschäden, die den Privatbereich betreffen angewendet.

Wenn man keine Haftpflichtversicherung besitzt, kann einen im Prinzip jede Unachtsamkeit und jeder unglückliche Unfall, bei dem man einem Dritten einen Schaden zufügt, in den finanziellen Ruin treiben.
Denn man haftet grundsätzlich mit seinem gesamten Vermögen, notfalls bis zum Existenzminimum.
Personenschäden können oft schnell bis in Millionenhöhe gehen, z.B. wenn man als Fahrradfahrer einen schweren Verkehrsunfall verschuldet, bei dem
Dritte zu Schaden kommen.Auch eine kleine Unachtsamkeit im Haushalt kann in ein finanzielles Fiasko führen, z.B. wenn man als Mieter in einem Mehrparteienhaus einen Brand durch eine umgefallene Kerze verursacht.

Die private Haftpflichtversicherung deckt sowohl Sachschäden als auch Personenschäden ab, welche von der versicherten Person herbeigeführt werden, auch dann wenn der Schaden aufgrund von Fahrlässigkeit entstanden ist.

Trotz ihrer immensen Wichtigkeit verfügt noch ca. ein Drittel aller Haushalte in Deutschland über keine Haftpflichtversicherung.

Dabei ist es in der Regel möglich, mit einem einzigen Versicherungsvertrag die ganze Familie mitabzusichern. Sowohl der Ehegatte des Versicherungsnehmers als auch die nichtberufstätigen und im gleichen Haushalt lebenden Kinder sind meist mitversichert. Wenn die Kinder das 18. Lebensjahr vollendet haben und unmittelbar nach dem Abschluss der Schule eine Ausbildung oder Studium machen, bleiben sie in der Regel weiterhin mitversichert. Ansonsten wird für die Kinder des Versicherungsnehmers sobald sie 18 Jahre alt sind eine eigene Haftpflichtversicherung nötig.

Studenten sind bis zum 27. Lebensjahr mitversichert, unabhängig davon, ob sie noch zu Hause oder am Studienort wohnen.

Sobald die Kinder des Versicherungsnehmers jedoch berufstätig werden, erlischt die Mitversicherung über ihre Eltern automatisch. Man sollte jedoch immer genau prüfen, ob eine Mitversicherung der Kinder wirklich im Vertrag aufgeführt wird. Denn manche Versicherungsgesellschaften schliessen eine Mitversicherung der Kinder auch von vornherein aus. 

Außerdem sollte man beachten, daß Kinder unter 7  Jahren nicht mitversichert sind, weil sie nach dem Gesetz nicht schuldfähig sind. Bezüglich Delikten im Strassenverkehr zieht der Gesetzgeber die Grenze bei 10 Jahren. Grundsätzlich gilt, daß auch die Eltern nur dann für Ihre Kinder unter 7 Jahren haften, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Kinder unter 7 Jahren können aber mit speziellen Tariferweiterungen mit abgesichert werden.

Das ist sinnvoll, weil dann die eigene Haftpflichtversicherung auch ohne Prüfung der Verletzung der Aufsichtspflicht für Schäden aufkommt, die Kinder unter 7 Jahren verursachen. 

Grundsätzlich sollte man immer darauf achten, daß eine bestehende Haftpflichtversicherung noch den aktuellen Gegebenheiten entspricht und die Versicherung ansonsten erweitern und aktualisieren.

Sehr wichtig ist, daß die Deckungssumme der Haftpflichtpolice hoch genug ist. Mindestens 5 Millionen Euro Deckungssumme sind heutzutage angemessen. Bei älteren Haftpflichtverträgen werden oft nur wesentlich geringere Deckungssummen gewährleistet. Ebenso wichtig wie eine ausreichend hohe Deckungssumme ist die Absicherung aller wichtigen Schadensarten. Man sollte genau prüfen, daß alle wichtigen Leistungen im Tarif enthalten sind. Bestimmte Personengruppen z.B. Mieter, Hauseigentümer u.s.w. benötigen neben einer vollständigen Grundabsicherung meist auch noch zusätzliche Erweiterungen ihrer Haftpflichtversicherung. Es ist wichtig, die Haftpflichtversicherung genau seinen individuellen Lebensumständen anzupassen und sämtliche Leistungen und angebotenen Erweiterungen zu prüfen.

Eine der sinnvollen Erweiterungen der privaten Haftpflichtversicherung stellt die sog. Forderungsausfalldeckung dar. Normalerweise deckt eine private Haftpflichtversicherung lediglich die Sach-,Vermögens- und Personenschäden ab, die der Versicherungsnehmer bei Dritten verursacht. Der geschädigte Dritte erhält dann Schadensersatz von der Haftpflichtversicherung des Schadensverursachers.

Nachdem aber ein Drittel der Haushalte in Deutschland über gar keine Haftpflichtversicherung verfügt, erhalten diejenigen, denen durch eine solche nicht haftpflichtversicherte Person ein Schaden zugefügt wird, keine Entschädigung von einer Versicherungsgesellschaft. Falls die nicht haftpflichtversicherte Person zudem über kein ausreichendes Vermögen verfügt, um den Schadensersatz aus eigener Tasche zu finanzieren, bleibt der geschädigte Dritte ganz oder zumindest teilweise auf seiner Schadensersatzforderung sitzen.

Wenn man seine private Haftpflichtversicherung jedoch um eine Forderungsausfalldeckung ergänzt hat und von einer nichthaftpflichtversicherten Person geschädigt wird, erhält man den Schadensersatz notfalls von der eigenen Haftpflichtversicherung. Das gilt aber nur für den Fall, daß der Verursacher des Schadens nicht in der Lage ist, den Schaden aus seinem eigenen Vermögen zu begleichen. Außerdem muß der geschädigte Versicherte erst mit sämtlichen rechtlichen Maßnahmen versuchen, den Schadensersatz vom Verursacher zu erhalten. Erst wenn dies nicht gelingt, kommt die eigene Versicherung für den Schaden auf.

Ein weiterer Vorteil der privaten Haftpflichtversicherung ist der sogenannte passive Rechtsschutz. Hierunter versteht man, daß die Versicherungsgesellschaft nicht nur die Kosten für die Schadensersatzansprüche eines geschädigten Dritten übernimmt, sondern auch die Kosten für die Abwendung von unberechtigten Schadensersatzforderungen Dritter. Abgedeckt werden in diesem Zusammenhang alle Kosten wie z.B. Gerichtskosten, Anwaltskosten, Sachverständigenkosten u.s.w.

Zusammenfassend sei gesagt, daß grundsätzlich jeder eine Haftpflichtversicherung abschliessen sollte, weil niemand vor möglichen Unfällen im Alltag sicher ist und ein unglücklicher Unfall sonst häufig den finanziellen Ruin zur Folge hat.